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18.11.2020
Keine Stadionruine in der Innenstadt
Presseerklärung vom 18. November 2020
Entgegen aller Zusagen, die immer wieder bezüglich eines zeitnahen Baubeginns im Jahn-Sportpark gemacht wurden, wird nun schon das Jahr 2022 als Beginn für die Abrissarbeiten des alten Stadions genannt. Bei bekanntlich immer wieder auftretenden Bauverzögerungen im Land Berlin könnte dies eine Fertigstellung des Areals erst Ende der 2020er Jahre bedeuten. Eine marode Stadionruine ohne Betriebserlaubnis kann doch nicht im Sinne der Berlinerinnen und Berliner sein!
Die Presseerklärung im Wortlaut:

Keine Stadionruine in der Innenstadt

+++ CDU-Fraktion wird Abriss-Absage des Jahn-Stadions im Ausschuss ansprechen

Stephan Standfuß, sportpolitischer Sprecher, und Stephan Lenz,Wahlkreisabgeordneter aus Pankow der CDU-Fraktion Berlin, zur Absage der Abrissarbeiten des Jahn-Sportparks.

Stephan Standfuß: "Wir erleben einen katastrophalen Prozess der Stadionplanung. Entgegen fester Zusagen der Senatssportverwaltung soll nun erst 2022 der Abriss des Jahn-Sportparks beginnen. Ob es dann auch wirklich dazu kommt, bleibt sehr vage. Eine marode Stadionruine ohne Betriebserlaubnis aber kann niemand ernsthaft wollen. Wir werden daher Druck machen und Senator Geisel im Sportausschuss am Freitag anlässlich der von uns dazu angemeldeten Besprechung an sein Versprechen erinnern. Die Verzögerung ist in keiner Weise nachvollziehbar und hinnehmbar. Denn die Rahmenbedingungen haben sich nicht geändert. Die Machbarkeitsstudie wurde auch unter Einbeziehung der lokalen Bürgerinitiativen aktualisiert, die Bedarfe der Sportvereine sind vielfältig dokumentiert. Die Sportvereine leiden stark unter der aktuellen Coronapandemie - die zeitnahe Verwirklichung des Leuchtturmprojekts ‚moderner, inklusiver Jahn-Sportpark‘ wäre ein positiver Lichtblick.“

Stephan Lenz: „Nach dieser Absage stellt sich die Frage, was das Wort von Sportsenator Geisel noch wert ist. Er knickt offenbar vor den Koalitionspartnern ein, die nicht mehr zu den gefundenen Kompromissen stehen. Wir sind gespannt auf die Ausführungen der Koalitionsfraktionen, aber auch der Verwaltung im Sportausschuss. Wir erwarten schnellstmöglich einen neuen und dann auch verlässlichen Zeitplan - natürlich mit Beteiligung der Anwohner. Über Detailfragen wie die Flutlichtanlagen oder die Hinterlandmauer muss gesprochen werden. Doch dies kann parallel zur Vorbereitung des Abrisses stehen und darf nicht die gesamten Planungen auf Eis legen."

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