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06.03.2019
Kein Kriminalitätsschwerpunkt, aber große Probleme mit Verschmutzungen
Runder Tisch zur Situation rund um den Bahnhof Pankow
Im Nachgang zu verschiedenen Anwohnerbeschwerden, die mich in meiner Bürgersprechstunde und per Mail erreicht haben, habe ich gemeinsam mit den Kollegen Andreas Otto MdA und Stefan Gelbhaar MdB zu einem Runden Tisch eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern der Polizei, des Ordnungsamtes, der Gewerbetreibenden, Anwohnern und in der Obdachlosenhilfe tätigen Organisationen wurden die aktuelle Situation erste Ansätze für Lösungen diskutiert. 
Nicht zufällig traf sich der Runde Tisch in der Franziskaner Suppenküche. Mit dieser Einrichtung gibt es fußläufig vom S- und U-Bahnhof Pankow eine Anlaufstelle für Angehörige der Trinker- und Obdachlosenhilfe, in der es neben einer warmen Mahlzeit auch Räume für die Körperpflege und eine Kleiderkammer gibt. 

Deutlich wurde auch, dass es teilweise unterschiedliche Wahrnehmungen von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Umsteigenden gibt - allen gemeinsam ist jedoch die Einschätzung, dass die Zahl der Obdachlosen auf dem Garbatyplatz und damit einhergehend auch die Verschmutzung steigt. Die Gewerbetreibenden haben gute Erfahrungen mit einem privaten Sicherheitsdienst gesammelt. 

Vergleicht man die Situation mit dem Gesamtbild in Berlin, bildet der S- und U-Bahnhof keinen Kriminalitätsschwerpunkt in der Stadt - dies zeigt auch eine Übersicht über die Straftaten, die in den letzten zwei Jahren dort zur Anzeige gebracht wurden. Gleichzeitig werden aber eben Pöbeleien und das Verrichten der Notdurft an einem solch öffentlichen Platz nicht erfasst.

Im Gespräch mit Polizei, Ordnungsamt und Vertretern der Verkehrsbetriebe wurde schnell deutlich, dass ein zentrales Problem in den unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen liegt. Wer darf im Bahnhofsgebäude aktiv werden, wer nur davor? Die Kooperation zwischen DB Sicherheit, BVG Sicherheit und der S-Bahn Berlin zeigt auf, wie hier durch gemeinsame Vereinbarungen Barrieren überwunden und pragmatische Lösungen gefunden werden können.

In Vorbereitung auf ein weiteres Treffen des Runden Tisches im Sommer soll nun versucht werden, gemeinsam mit in der Obdachlosenhilfe tätigen Initiativen eine Bestandsaufnahme zu machen: Wer sind die Trinker und Obdachlosen, was sind ihre Bedürfnisse und in welcher Sprache können sie angesprochen werden?

Ich werde die Entwicklungen rund um den Garbatyplatz weiterhin begleiten und freue mich auch weiterhin über Rückmeldungen der Pankower, welche Probleme, aber auch positiven Entwicklungen rund um den Bahnhof Pankow wahrgenommen werden!


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