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07.11.2018
Ein Ringen um den Ausgleich zwischen unterschiedlichen Interessen
Rege Diskussionen beim Runden Tisch "Mauerpark"
Im Nachgang zu einem ersten Treffen im September hatte die Kulturgemeinschaft Mauerpark zu einem weiteren "Runden Tisch Mauerpark" eingeladen. Im Fokus stand die Frage nach dem Umgang mit Lärm. Zunehmend war es im vergangenen Sommer zu Anwohnerbeschwerden gekommen. Gemeinsam wird nach einem Kompromiss gesucht, der einen Ausgleich zwischen den sehr weit auseinanderliegenden Wahrnehmungen und Bedürfnissen schafft.
In dem offenen, aber gut strukturierten Dialogverfahren wurden zunächst einmal alle Beteiligten gehört. Vertreten waren neben der Kulturgemeinschaft Mauerpark, die von den Freunden des Mauerparks e.V. sowie den ansässigen Gewerbetreibenden ins Leben gerufen wurde, auch betroffene Anwohner, Anwohnerinitiativen wie der Bürgerverein Gleimviertel sowie Vertreter der Berlin Street Music. Maßgeblich beteiligen sich auch die mit dem Mauerpark befassten Institutionen, darunter der Polizeiabschnitt 15, das Umwelt- und Ordnungsamt, die Grün Berlin, Visit Berlin sowie das mit den Erweiterungsflächen beauftragte Landschaftsarchitekturbüro.

Als zuständiger Wahlkreisabgeordneter und direkter Anwohner habe ich sehr gerne an dem Treffen teilgenommen. Schon mit meinem Slogan "Großstadt braucht Freiraum" habe ich in den zwei vergangenen Wahlkämpfen die gesamtstädtische Bedeutung des Mauerparks hervorgehoben - trotz allem Trubel an den Wochenenden erlebe ich den Mauerpark als große Bereicherung.

Schnell wurde beim Runden Tisch klar, wie wertvoll das bunte Treiben im Mauerpark für viele Menschen und auch weit über die Bezirksgrenzen hinaus ist. Gleichzeitig wurde aber auch anschaulich beschrieben, wie groß die Belastung durch andauernde Musik an den Wochenenden von einigen Anwohnern wahrgenommen wird. Durch Baustellen verknappte Flächen, zunehmende Bewerbung des Mauerparks als Hotspot für Straßenmusik sowie der außerordentlich warme Sommer haben die Probleme noch einmal deutlich verschärft. Gemeinsam wird nun versucht, für das kommende Jahr Regeln aufzustellen, die den unterschiedlichen Interessenlagen gerecht werden. Klar ist beispielsweise, dass die Nachtruhe aller Anrainer geschützt werden muss.

Der begonnene Dialog soll im Januar fortgesetzt werden - ich bin gespannt auf die Vorschläge des Bezirksamtes, die bis dahin erarbeitet werden sollen. Ich danke der Kulturgemeinschaft Mauerpark für die Initiative der beiden Runden Tische!
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