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07.11.2019
Lange Wartezeiten bei den Standesämtern schaden dem Ansehen des Staates
Auch die B.Z. berichtet
Ich empfinde die aktuelle Situation an Berlinerr Standesämtern als unfassbares Ärgernis. Die Menschen in unserer Stadt sind dabei, die Geduld und das Vertrauen in den Staat zu verlieren, wenn an den wenigen Punkten, an denen der normale Bürger Berührung mit dem Staat hat, dieser nicht funktioniert.
Kein Bürger sollte sich mitten in der Nacht vor einem Standesamt anstellen müssen, um einen Termin zu bekommen. Hier geht es um einen sensiblen Berührungspunkt zwischen Staat und Bürger. Mehrere Wochen auf wichtige Urkunden warten zu müssen ist nicht hinnehmbar. Gerade Erwerbstätige und junge Familien, die nur wenig Zeit haben, sind in besonderem Maße auf funktionierende und effiziente Verwaltungsstrukturen angewiesen. Sie erwarten zu Recht, dass ihre Anliegen zügig bearbeitet werden. Dies gilt allemal, wenn es sich um die Erfüllung von Bürgerpflichten handelt, wie beispielsweise bei der Beantragung von Geburtsurkunden.

Die langen Wartezeiten bei den Standesämtern schaden dem Ansehen des Staates. Die Verwaltung ist an vielen Stellen offenbar nicht in der Lage, ihre Kernaufgaben als Ansprechpartner für den Bürger zu erfüllen. Die Ursache der Probleme liegt ganz offensichtlich in einem breiten Organisationsversagen durch die politische Leitung. Denn personell und finanziell stehen mittlerweile die nötigen Ressourcen zur Verfügung: Es liegt nicht am Geld! Es liegt nicht (mehr) an fehlenden Stellen. Dennoch gelingt eine Verbesserung der Lage nicht. Um dazu mehr zu erfahren, habe ich bereits zwei Schriftliche Anfragen gestellt, die hier eingesehen werden können. Anscheinend gelingt es nicht, die Stellen zu besetzen.

Die B.Z. berichtet hier ebenfalls über Bürger, die sich vergebens um einen Termin beim Standesamt bemühen.

 
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